Vom Entwurf zum fertigen Bild

Seit einiger Zeit schon habe ich einen Entwurf für eines meiner größeren Bilder liegen. Nun hatte ich mir neue Stifte von Staedtler bestellt und als ich sie bekam und der Faktor Zeit eine eher unwesentliche Rolle spielte, konnte ich endlich an die Umsetzung denken. Die Stifte bekommt man auch unter der Bezeichnung Staedtler Pigmentliner Marsgraphik. Ich kaufte mir ein Etui mit sechs Pigmentlinern in sechs unterschiedlichen Strichstärken von 0,05 bis 0,8.

Für mich sind das die Stifte, mit denen ich am liebsten zeichne und mit denen ich am besten umgehen kann.

In diesem Artikel aber möchte ich nicht nur über die Stifte berichten, sondern einfach einmal anhand von Bildern zeigen, wie meine größeren Grafiken entstehen.

Am Anfang steht der Entwurf, den ich auf das große Blatt, in diesem Fall Jaxon-Zeichenpapier 120g/qm in der Größe 30x40cm, übertrage, wobei ich mir natürlich Veränderungen vorbehalte.

Entwurf und Vorzeichnung

komplette Vorzeichnung mit ersten Mustern

Danach beginne ich die entstandenen Flächen mit Mustern zu füllen. Die Entscheidung, welches Muster ich für welche Fläche verwende, treffe ich ganz spontan. Nach und nach füllt sich so das gesamte Bild mit Musterflächen und denen, die ich unbemustert lassen möchte.

Es geht weiter mit dem Schattieren. Hier habe ich Bleistifte in den Stärken 2B, 5B und 6B verwendet, um durch die unterschiedlichen Grauwerte gerade bei den Kugeln eine größtmögliche Raumtiefe zu erreichen. Als Grundregel gerade beim Schattieren solch großer Bilder gilt: Beginn oben links – Ende unten rechts. So verhindert man, dass man mit dem Handballen das Graphit auf dem Blatt verschmiert. Hilfreich ist ebenfalls, sich ein weißes Blatt unter die aufliegende Hand zu legen.

komplette Musterflächen und Beginn mit dem Schattieren

Ich nehme mir immer sehr viel Zeit zum Schattieren, lege dabei Grauschicht über Grauschicht, sodass gleichmäßige Übergänge zwischen den Grauwerten entstehen, ohne dass ich einen Papierwischer verwenden muss.

fertige schattiertes Bild

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Published in: on 24. Juli 2012 at 17:53  Comments (7)  
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7 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Gorgeous work as always.

  2. Wow!
    Das ist richtig toll geworden!
    Mir gefällt vor allem diese Verbindung zwischen den beiden Kugeln, ich weiß nicht, wie ich es nennen soll: dieser Bogen der unten links anfängt und von der Kugel hoch nach rechts schlängelt. Durch die Schattierungen wirkt er fast metallisch!
    Sehr schön geworden!!!

    • Ja, ich bin auch immer wierder fasziniert davon, wie sich eine Zeichnung allein durch die Schattierung verändert – ein Grund auch, warum ich hier einmal gezeigt habe, wie sich ein solches Bild entwickelt. Was eben noch ein mit Mustern gefüllter Streifen war, wölbt sich einem plötzlich entgegen und hinterlässt dabei tatsächlich die Illusion einer bestimmten Oberflächenbeschaffenheit. Sis Kreisen werden Kugeln und das ganze Bild wird viel lebendiger. Danke für deinen schönen Kommentar.

  3. Hallo Simone, ich bin noch Anfängerin in diesem Bereich und möchte dir einfach mal sagen, dass ich das was du hier auf deinem Blog veröffentlichst unglaublich schön finde. Auch die obige Schilderung vom Entwurf zum Bild ist für mich ausgesprochen hilfreich. Das Bild berührt mich auf besondere Weise. Wie bekommst du die Kreise nur so schön rund ?..darf ich dich fragen, wie du die Übertragung von der Skizze auf das größere Format machst ?…fängst du mit Bleistift an und zeichnest dann mit den Stiften nach? Oder zeichnest du gleich mit den Stiften? …vielleicht magst du mir ja antworten. Ich würde mich sehr freuen…

    • Hallo Sternenfahrerin,

      ich zeichne bei solch großen Bildern natürlich erst einmal mit Bleistift vor und verwende für die großen Kreise einen Zirkel. Beim Übertragen vom Entwurf auf das große Blatt behalte ich mir natürlich immer Veränderungen vor. Danach zeichne ich mit den Pigmentlinern nach. Dafür benötigt man gerade für die Kreise doch eine ruhige Hand. Kleine Patzer verlieren sich aber oft wieder, wenn man die Flächen mit Mustern füllt. Wichtig ist einfach, dass man die Angst vor Stift und Papier verliert. Bei kleineren Zeichnungen und Kritzeleien verwende ich keine Hilfsmittel. Hier ist es wie bei vielem, stetes Üben bringt Sicherheit.
      Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Mitkritzeln. Du wirst merken, es ist unglaublich entspannend und es entstehen ganz wunderbare Zeichnungen.

      Herzlichst Simone

      • Liebe Simone, vielen Dank für deine Antwort. Herzliche Grüße von der Sternenfahrerin

  4. Stunning penwork! Wow!!!


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