Nachtgedanken

Mondene Welt
hüllt mich in silbernes Dunkelsein,
streichelt meine Haut
und dringt in mich ein.

Gedankenspiralen rollen sich auf,
strecken ihre Tentakel,
durchdringen die Nacht,
das Drinnen und Draußen,
reichen tief in die Unendlichkeit
meines Seins.

Lichtsplitter,
Tagesscherben,
Blütenstaub empfangener Worte,
windgetragen,
kaum sichtbare Spuren hinterlassend,
doch fruchtbringend.

Erwählte Worte,
des Denkens wert,
mich formend und leitend,
von dir empfangen
im Geflecht unseres Seins.

So bin ich dir nah,
nur getrennt durch die Nacht.
Machst mein Denken licht,
erkennst mich,
mein Angesicht,
und zeigst mir:

DAS BIN ICH.
ICH BIN.

Published in: on 11. Juni 2011 at 21:33  Comments (1)  
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Masken

Ich fange an
ich selbst zu sein,
lasse Maske für Maske fallen.
Masken, die Schutz bieten,
die mich verbergen
in wachsender Unsichtbarkeit.
Kleine Worte nur,
von dir in mein Herz gelegt,
lassen mich dem Schein entsagen.

Wann wird die Sonne
mein Gesicht wieder streicheln?

Wann kann ich meine Haut
deiner Berührung schenken
in wachsendem Vertrauen
und in Geborgenheit?

Wann wird die letzte Maske gefallen sein?

Published in: on 10. Juni 2011 at 23:50  Comments (1)  
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Eva heute

Eva heute

Im Eden der Großstadtschluchten
bewegt sie sich ohne Scham.
Offen ihr Blick. Selbstbewusst.
Neugierig und provozierend
in ihrem Durst nach Leben,
begierig zu empfangen
den Apfel der Erkenntnis
gereicht von der Schlange
schillernder Werbung,
verlockend und verführend,
damit sie sich verliert,
ihr Wesen verleugnet,
das Eigentliche in ihr vergisst
im Wohlstand dieser Konsumwelt,
stets darauf bedacht
noch schöner,
noch reicher zu sein,
dabei nur die innere Leere nährend,
den Mangel an menschlicher Nähe gewinnend
und sich selbst verstoßend
in die Oberflächlichkeit.

Seiltanz

Seiltanz

Gleiten in Sphären,
die spiegeln mein Ich,
Streiflichter meines Sehnens,
Seiltanz meiner Gedanken
im Hochgefühl meines Empfindens
über dem Abgrund meiner Einsamkeit.
Kein Netz, das schützt.
Nur du als Sicherheit
vor dem Absturz,
mich treibend,
mich haltend,
mich auffangend,
wenn ich mich zu verlieren drohe
in der Schwärze meiner Nacht.

Published in: on 4. Juni 2011 at 23:55  Comments (1)  
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In Wort und Bild

In der Vergangenheit sind bereits einige Illustrationen entstanden zu Lyrik aus meiner Feder. In meinen neu eingerichtete Galerien kann man eine Auswahl davon sehen. Im Stil erinnern viele dieser meist farbigen Grafiken bereits an diese Technik des meditativen Kritzeln, auch wenn sie thematisch an meine Worte gebunden sind. In loser Folge werde ich dehalb hier auch neben den Kritzeleien meine Schreibereien veröffentlichen und freue mich sehr über konstruktive Kritik.

Visionen

kleine Gedankensplitter
kurzes Aufblitzen
wieder Vergehen
zeichnen Spuren in meinen Kopf,
die sich fügen
zu einem Bild meines Sehnens.
Tunnel zur Zukunft im Spiel der Möglichkeiten
Faden durchs Labyrinth der Unabwägbarkeiten
Zeitloses Träumen, das,
spielerisch fast,
mir Leben verleiht
und sich zu Zielen formt.
Mein Weg liegt vor mir.

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