How-to-do: Linienspiele 04

SPIRALEN

Für einen schönen Blickfang bei Linienspielen sorgen immer wieder Spiralen. Ich habe festgestellt, dass es hier ganz unterschiedliche Möglichkeiten gibt, diese zu zeichnen. Das bietet natürlich auch die Option, sich die Technik auszusuchen, die einem am ehesten liegt.

Bei den Beispieln A1 – A3 habe ich Basislinien gezeichnet, die Orientierungshilfe, aber auch Formgeber sind.

Spirale A1

Hier beginnt man mit einer einfachen Spirale, die in einer langen, geschwungenen Linie endet, als Basislinie. Nun zeichnet man die ersten Linien und beginnt damit im Zentrum. Die ersten Bögen treffen sich alle im Scheitelpunkt der Spirale (A1-1).

Danach behält man die Bögen bei, verlässt jedoch den zentralen Punkt und verschiebt die Bögen immer wieder ein kleines bisschen. Durch die Schwingung der Basislinie werden die Bögen immer größer (A1-2).

Beenden Sie nun die Spirale, indem Sie die Linien bis zum Fußpunkt der langen geschwungenen Linie weiterzeichnen (A1-3). Von hier aus bieten sich wieder neue Möglichkeiten, um das Linienspiel fortzusetzen.

Doppelspirale A2

Ein schönes Linienspiel entsteht, wenn man die unter A1 erklärte Spirale mit einer zweiten kombiniert. Zeichnen Sie sich dafür wieder eine Basislinie, wobei die erste Spirale nicht in einer langen geschwungenen Linie endet, sondern wie bei einem großen geschwungenen S als zweite Spirale in entgegengesetzter Richtung fortgesetzt wird. Nun wiederholen sich die Zeichenregeln von A1, jedoch muss eben jeder Arbeitsschritt doppelt durchgeführt werden: Zeichnen der zentralen Bögen mit Bezugspunkt oben und unten (A2-1), Zeichnen der versetzten und größer werdenden Bögen bis zum Fußpunkt der ersten Spirale (A2-2). Nun drehen Sie das Blatt und wiederholen die Arbeitsschritte bei der zweiten Spirale (A2-3). Es entsteht eine schöne geschlossene Form.

Schneckenhaus A3

Die nächsten beiden Spiralen ähneln eher Schneckenhäusern, da sie eine etwas rundere Form haben, während die eigentliche Spirale in A1 und A2 eher einer Elipse entspricht. Beide Zeichentechniken, die ich zeigen werde, haben am Ende die gleiche Form. Doch je nach eigenem Vermögen kann man sich dann für diejenige entscheiden, die einem am ehesten liegt.

A3

Auch hier beginnt man wie in A1 und A2 mit einer Basislinie, wobei die Form runder gezeichnet wird und die Spirale nicht am Ende in einer geschwungenen Linie endet, sondern nach Fertigstellung sozusagen den Eingang zum Schneckenhaus darstellen könnte.  Ebenso wie bei der bisher kennengelernten Technik beginnt man im Inneren mit den Bögen, die sich auf den zentralen Punkt beziehen und setzt diese dann fort, indem man sie versetzt. Durch die gleichmäßig runde Form dieser Spirale werden die Bögen nur geringfügig größer. Wenn man in diese Spirale noch Schatten einzeichnet, bekommt sie wunderbare Tiefe und mutet tatsächlich wie ein Schneckenhaus an.

A4

Hier entsteht am Ende ein ähnliches Schneckenhaus, wie unter A3 erklärt. Jedoch ist das eine Methode, die ohne Basislinie funktioniert.

Zeichnen Sie zuerst einen Kreis (In der Abbildung A4-1 habe ich den Kreis zur Veranschaulichung groß gezeichnet, um die Technik besser sichtbar machen zu können.). Nun zeichnen Sie die ersten Bögen, indem der Schnittpunkt des ersten Bogens mit dem Kreis am Anfang den zentralen Punkt markiert (A4-1).  Dadurch entsteht die Drehung, die einer Spirale zu eigen ist. Beim Weiterzeichnen achten Sie bitte darauf, dass auch hier die Bögen immer größer werden. Es empfiehlt sich, beim Zeichnen immer am äußeren Scheitelpunkt des Vorgängerbogens zu beginnen. Dadurch wird die Spirale gleichmäßiger und das Wachstum der Bögen entsteht fast automatisch (A4-2). Setzen Sie die Spirale nun bis zur gewünschten Größe fort. In meiner Veranschaulichung haben ich in den Schritten 1-3 recht große Abstände für die Bögen gewählt, um vor allem den Größenunterschied zu verdeutlichen. Unter A4-4 sehen Sie, wie eine solche Spirale wächst und wirkt, wenn man die Bögen dicht beieinander zeichnet. Wenn man mag, kann man am Ende den Kreis auch noch mit Bögen füllen oder beginnt gleich mit einem kleineren Kreis.

Abschließende Aufgabe zum Zeichnen von Linienspielen in Spiralform

Zeichnen Sie sich die Basislinien aus A1 – A3 auf ein Blatt Papier, so dass sie sich in einem Punkt treffen. Nun füllen Sie die Spiralen. Danach setzen Sie die Spirale A4 dazu in Beziehung und zeichnen sie, bis sie ein oder mehrere der bereits vorhandenen Bildelemente berührt. Am Ende können Sie noch kleinere Spiralen dazuzeichnen oder das Blatt insgesamt mit bereits erprobten Linienspielen füllen.

Viel Erfolg!

The URI to TrackBack this entry is: https://kunstkramkiste.wordpress.com/2011/04/27/how-to-do-linienspiele-04/trackback/

RSS feed for comments on this post.

4 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Wunderschöne Weiterführung. Danke!

  2. Möchte mich Gabriele anschließen. Hab herzlichen Dank für die viele Arbeit. Es ist wirklich sehr verständlich und ausführlich erklärt. Wieder viel Übungstoff🙂

  3. FABULOUS! Thank you so much for sharing! I am really looking forward to using these!

  4. Ich habe das auch mal probiert und das macht mir viel spaß. Danke für diese sehr gute lehrgang.
    jeannine
    (aus Belgien)


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: