Mein erster Kritzelkurs

Heiß war es heute, sommerliche 28 Grad zeigte das Termometer. Selbst jetzt, wo sich der Tag dem Ende neigt, haben wir hier noch 25 Grad. Das Licht und die Farben tuen gut und streicheln die Seele.

Auf Wunsch einiger Kolleginnen habe ich heute meinen ersten Kritzelkurs durchgeführt. Sie haben mir in den letzten Monaten hin und wieder einmal auf die Finger geschaut und sich von den Mustern verzaubern lassen. Das wollten sie auch können. Und unter dem Motto „Wenn eine Stimme in dir flüstert, du könnest nicht zeichnen, dann nimm einen Stift in die Hand und zeichne und die Stimme wird verstummen“ trafen wir uns mit etwas Verzögerung (leider gibt es immer wieder Menschen, die bevorzugt Steine sammeln, die sie anderen dann in den Weg legen können) in kleiner Runde zum entspannten Kritzeln.

Ich hatte im Vorfeld einige Sachen vorbereitet, habe gute Pigmentliner von Staedtler und Faber Castell besorgt, eine Handreichung, die zum Weitermachen einlädt und mit kleinen Musteranleitungen und Informationen angereichert ist,  gestaltet, verschiedene Papiere in den unterschiedlichsten Formen und Größen zugeschnitten und all das in einen nett bekritzelten Kritzelkramumschlag gesteckt, den ich zusammen mit Probierpapier in einfacher Druckerpapierqualität auf den Arbeitsplätzen „anrichtete“.

Kritzelkramumschlag mit diversen Kritzelmaterialien

Es ist angerichtet.

Kritzelwahrheiten

Anschauungsmaterial habe ich durch meine persönliche Sammlung reichlich und so konnte es losgehen. Nach einer kleiner Einführung, bei der es eine erste kleine Aufgabe zu erfüllen gab, um die Angst vor dem weißen Papier und dem Stift zu nehmen (Solange ich rede, darf der Stift das Papier nicht verlassen.), wurde es praktisch. Es war erstaunlich, wie schnell dieser wunderbare Entspannungszustand selbst in einem Klassenraum meiner Schule nach einem heißen Arbeitstag entstand. Im Hintergrund hatte ich leise, meditative Musik laufen, die das Hineingleiten in die Entspannung noch unterstützte. Für Erstaunen sorgte, als ich zeigte, wie scheinbar schwierige Muster gezeichnet werden. Manches sieht eben schwieriger aus, als es tatsächlich ist. Und das Ausprobieren und Gelingen sorgte automatisch dafür, dass man sich selbst kleine Erfolgserlebnisse schaffen konnte.

Ursprünglich sollte dieser Kurs eine bis eineinhalb Stunden maximal gehen. Aber so recht aufhören wollte man nicht, sodass daraus reichliche zwei Stunden wurden. Schön war es, entspannt und entspannend.

Ich danke an dieser Stelle den Teilnehmern, dass sie trotz der etwas widrigen und hinderlichen Umstände noch bereit und in der Lage waren, sich auf diese schöne Art des meditativen Zeichnens einlassen wollten und konnten.

Ich freue mich auf ein nächstes Mal.

Published in: on 22. Mai 2012 at 20:01  Schreibe einen Kommentar  
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