Steine und Perlen

Meine Ausstellung in der „Galerie der anderen Art“ in Aue geht nun in die Endrunde und so werde ich nach und nach hier einige meiner Bilder, die ich dort ausstellte, zeigen. Da ich aber auch in der Zwischenzeit nicht ganz untätig war und bin, wird es auch neues zu sehen geben.

Noch immer faszinieren mich Steine und es sind Perlen mit ihrem ganz eigenen Glanz dazu gekommen. Noch in der letzten Woche vor dem Aufbau der Ausstellung zauberte ich so drei Grafiken mit eben dieser Thematik: „Perlen und Steine“ Die Grafiken haben eine Größe von je 21 x 29,7 cm und wurden von mir auf guten Bristol-Papier (250 g/qm) gezeichnet – mein absoluter Favorit, wenn es um die Wahl guten Papiers geht. Die Glätte der Oberfläche lässt auch die Steine und Perlen in ihrer Farbigkeit schimmern und es ist eine gute Ausarbeitung feinster Farbnuancen mit den Polychromos-Farbstiften möglich. Versuche auf Papieren mit einer rauen Oberfläche ergaben nicht diese Brilliance, haben aber auch ihren ganz eigenen Reiz, wie auf den folgenen 9 x 9cm – Quadraten zu sehen ist.

"Perlen und Steine" - links - Galerie der anderen Art Aue

„Perlen und Steine“ – links – Galerie der anderen Art Aue

 

"Perlen und Steine" - Mitte - Galerie der anderen Art Aue

„Perlen und Steine“ – Mitte – Galerie der anderen Art Aue

 

"Perlen und Steine" - rechts - Galerie der anderen Art Aue

„Perlen und Steine“ – rechts – Galerie der anderen Art Aue

 

sb_steine01_18102016

 

sb_steine02_18102016

 

sb_steine03_18102016

 

sb_steine04_18102016

Gastausstellerin in der „Galerie der anderen Art“ Aue

Es ist geschafft. Wochen intensivster Vorbereitung haben gestern einen ersten krönenden Abschluss gefunden. Es musste an so vieles gedacht werden und der Teufel liegt bekanntlich im Detail. Hintergrundpapier musste gekauft, zugeschnitten und später in die Rahmen, die natürlich auch noch gekauft werden mussten, eingepasst werden. Ich schrieb kleine Kärtchen für die einzelnen Bilder, laminierte sie, besorgte wieder ablösbares beidseitiges Klebeband, um diese an der Wand neben den Bildern zu befestigen, rahmte die Bilder und Perfektionistin, die ich nun mal bin, musste auch da alles millimetergenau passen. Meine Vita in Kurzform – diesen Tipp erhielt ich von dem Zeitungsredakteur der Freien Presse Aue/Chemnitz, der mich vorab auch noch via Mail für einen Zeitungsartikel interviewte – musste geschrieben und repräsentabel in Szene gesetzt werden. Hinzu kam, dass sich während des Rahmens der Bilder zeigte, dass eine Glasscheibe unschön angeschlagen war. Also musste ich noch einmal los und einen neuen Rahmen, der natürlich im Stil auch passen musste, besorgen. Gestern dann habe ich mit tatkräftiger Hilfe meiner Mutter und ihrer Schwester die Ausstellung aufgebaut. Geballte Frauenpower sozusagen, die auch nötig war, denn allein hätte ich das nie so gut hinbekommen. Zwischen all den schweißtreibenden Arbeiten musste ich mich dann noch den Pressekameras stellen (Link folgt, sobald verfügbar). Schön war es, das Feedback der Auer Pressesprecherin zu bekommen, die ganz begeistert war und sich freute, dass ich am kommenden Dienstag- und Mittwochnachmittag öffentlich zeichnen werde und gegebenenfalls anleite, wer sich traut, mit Stift und Papier Musterkacheln zu zeichnen. Sie mag versuchen, dort mitzumachen. Am anstrengendsten waren die Feinarbeiten am Ende des Aufbaus. Die Bilder hängen an einer Galerieschiene. Damit das Ganze stimmig aussieht, musste ich wieder und wieder auf die Leiter (und das bei meinem Höhenproblem) und die Höhe der Aufhängung einstellen und justieren. Aber schließlich war auch das geschafft. Schnell noch einmal mit einem Läppchen die Glasscheiben der Rahmen poliert, Visitenkarten ausgelegt und endlich konnte ich ein paar Fotos machen:

SAM_3979

meine Ausstellung - links

meine Ausstellung - rechts

Diese Großgrafiken zeige ich zu gegebener Zeit noch einmal im Detail .... Sie sind das Herzstück und stehen sinnbildlich für festgehaltene und erfüllte Träume

Diese Großgrafiken zeige ich zu gegebener Zeit noch einmal im Detail …. Sie sind das Herzstück und stehen sinnbildlich für festgehaltene und erfüllte Träume

An dieser Stelle möchte ich all denen danken, die mir immer wieder Mut machten, mich stärkten und halfen, diese Ausstellung auszurichten. Es ist schön, dass es euch gibt.

Allen Besuchern dieser Ausstellung wünsche ich eine zauberhafte Augenreise. Und in der „Galerie der anderen Art“ Aue gibt es so vieles zu entdecken, was ungewöhnlich ist und einfach nur begeistert.

Published in: on 31. Juli 2016 at 13:55  Comments (1)  
Tags:

Premiere – Meine erste Ausstellung

Entwurf Ankündigung 3

Nun rückt er näher, dieser berühmte Tag X, an dem ich mich mit meinen Bildern, vor allem mit meinen Großgrafiken, einem breiten Publikum stellen werde. Ich feiere meine Ausstellungspremiere:

Vom 1. – 31. August 2016 zeige ich eine kleine Auswahl meiner Bilder in der „Galerei der anderen Art“ in Aue im Erzgebirge als Gastausstellerin.  Ausgewählt habe ich eine Mischung aus bereits hier gezeigten Bildern, aber auch unbekannten Großgrafiken, die ich im August nach und nach auch hier zeigen werde.

Im Moment laufen die letzten Vorbereitungen. Die Bildauswahl ist getroffen, die kleinen Beschriftungskärtchen und meine Vita sind erstellt, der Pressetext ist in Arbeit. Ja, ich war sogar in einer Druckerei und habe mir meine großen Bilder, die zum Teil im DIN A2 – Format sind, 1:1 scannen und abspeichern lassen, sodass ich irgendwann davon vielleicht einmal Kunstdrucke anfertigen lassen oder sie für einen Kalender für das kommende Jahr verwenden kann. Möglichkeiten gibt es so viele. Nun bleibt mir nur noch eine lange Bahnfahrt, das Rahmen der Bilder und der Aufbau meiner Ausstellung einschließlich eines Termins mit der Pressefotografin. Das Lampenfieber bekomme ich gratis dazu, aber ich muss gestehen, es macht ausgesprochen Spaß, all das vorzubereiten.

Ich werde meine geneigten Leser hier auf dem Laufenden halten.

 

Published in: on 20. Juli 2016 at 13:03  Comments (1)  
Tags:

Orkan „Ela“

Pfingstmontag, es ist 20.35 Uhr. Wir wollten es uns eben ein wenig gemütlich machen und den heißen Tag in Ruhe ausklingen lassen, als der Strom ausfiel. Zuerst schauten wir natürlich nach den Sicherungen, aber ein kleiner Tumult im Treppenhaus zeigte uns, dass auch die anderen Hausbewohner betroffen waren – und nicht nur die. Ein ganzes Viertel stand ohne Strom da und selbst die Straßenbeleuchtung versagte. Also beschlossen wir, aus der Not eine Tugend zu machen und richteten uns auf unserem Balkon, den ich eben frisch mit Blumen in allen Farben bepflanzt hatte, mit einem Gläschen Wein ein. Bei Tagestemperaturen über 30 Grad und einer drückenden Schwüle war es noch immer sehr warm, aber zumindest brannte die Sonne nicht mehr auf uns herab. Kaum saßen wir, beobachteten wir am Himmel ein Schauspiel, welches ich so noch nie gesehen hatte. Wie eine riesige Welle schoben sich schichtweise Wolken übereinander. Es wurde innerhalb kürzester Zeit dunkel. Die Wolken nahmen eine eigenartig rotbraune Farbe an. Wir sicherten  unsere Balkonmöbel und schon begann ein Unwetter, dass das Leben hier in Essen im Zentrum des Ruhrgebietes verändern sollte. Es wurde stockdunkel und es begann zu regnen und zu stürmen. Blitze zuckten ohne Unterbrechung über den Himmel und es krachte und toste. Wir standen an der Balkontür und beobachteten das Schauspiel. Mitunter konnte man durch diesen Starkregen nur wenige Meter weit sehen und nur schemenhaft ausmachen, was wirklich geschah. Mit eigenen Augen mussten wir ansehen, wie eine wunderschöne, gesunde , alte Kastanie in nur wenigen Minuten durch die Wucht der Elemente in drei Teile gespalten und gefällt wurde. Dachziegel stürzten zu Boden. Die Fensterscheiben vibrierten und wir hatten wirklich Angst, dass sie eingedrückt werden. Unsere Balkontür wurde soweit nach innen gedrückt, dass das Wasser in die Wohnung lief. Über eine Stunde tobte das Unwetter. Es war beängstigend. Danach Stille. Die Menschen trafen sich auf der Straße. Bestandsaufnahme. Autos waren unter Ästen begraben und verbeult. Die Menschen geschockt.

SAM_1646

Wolkenformationen wie eine riesige Welle

SAM_1652

Beängstigend: Die Wolken hatten eine rotbraune Färbung, hier ansatzweise erkennbar

Am Morgen danach wurde für alle das Ausmaß dieses Orkans, der inzwischen den Namen „Ela“ erhalten hat, sichtbar. Überall umgestürzte Bäume, zum Teil Autos, die darunter begraben wurden. Dachziegel auf den Straßen, die nicht mehr befahrbar waren. Dicke Äste, die nur noch an Fasern in den Bäumen hingen und noch immer eine Gefahr darstellen. Das gesamte öffentliche Leben lahmgelegt. Zugverkehr ist nicht möglich. U-Bahnen fuhren nur im unterirdischen Bereich. Die Straßen nicht befahrbar. Viele Schäden auch an den Gebäuden. Überall auch angeschwemmtes Laub und Schmutz. Viele Geschäfte konnten nicht öffnen, weil die Menschen keine Chance hatten, an ihren Arbeitsplatz zu gelangen. Kindergärten und Schulen blieben geschlossen, einige davon können erst kommende Woche wieder öffnen. Die Stadt setzt Prioritäten, sorgt sich erst einmal darum, dass das Verkehrsnetz wieder funktioniert, wenn auch mit Einschränkungen. Im Folgenden möchte ich einfach Bilder sprechen lassen vom Tag 1 nach dem Orkan:

SAM_1660

SAM_1661

SAM_1663

SAM_1665

SAM_1668

SAM_1669

Heute dann, am Tag zwei nach „Ela“, schaute ich mich etwas genauer hier im Stadtviertel in unmittelbarer Nähe um. Was ich sah, hat sich tief in mein Gedächtnis eingegraben. Es sind Bilder, die ich wohl für lange Zeit nicht vergessen kann, Eindrücke auch, die mich mit Fassungslosigkeit erfüllen. Trotz der Warnungen der Medien, dass Spielplätze und Parkanlagen zu gefährlich wären, als dass sie betreten werden könnten, schob eine junge Mutter ihren Kinderwagen unter einer Absperrung durch, um den wohl kürzeren Weg durch den Park zu gehen. In eben diesem Park sah ich spielende Kinder direkt neben einem entwurzelten Baum ungeachtet der Gefahr. Für sie war das wohl ein riesiger Abenteuerspielplatz. Ich sah kleine Reihenhäuschen unter Bäumen begraben. Ein großer entwurzelter Baum stürzte auf einen eben errichteten Neubau eines Kindergartens. Ein alter Baum mit einem Stamm so dick, dass einer allein ihn nicht umarmen könnte – umgeknickt wie ein Streichholz. An manchen Stellen heute auch die ersten Spuren von Aufräumarbeiten, um Wege zu schaffen und die Straßen wieder frei zu bekommen. Aufgefallen ist mir, dass die Menschen miteinander ins Gespräch kamen. Überall wurde geholfen, weil Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und die Bundeswehr nicht alles schaffen können. In solchen Katastrophensituationen finden die Menschen zueinander und das ist gut so. Die Folgen dieses Orkans werden noch in Jahren zu sehen sein. Viele alte Bäume, die auch das Stadtbild prägten, werden mit Sicherheit vermisst werden. Ein Dank an dieser Stelle all jenen, die in harter, unerbittlicher Mühe  bis an die Grenzen ihrer Kräfte gehen, um möglichst bald dafür zu sorgen, dass eine gewisse Normalität in das öffentliche Leben wieder einkehren kann. 

SAM_1672

SAM_1673

SAM_1674

SAM_1675

SAM_1679

SAM_1680

SAM_1682

SAM_1683

SAM_1685

All die Bilder – sie sind Momentaufnahmen, Ausschnitte von dem, was ich gesehen habe. Ich selbst bin fassungslos, zutiefst berührt, spüre deutlich, wie klein doch der Mensch ist im Angesicht solcher Urgewalten.

Published in: on 12. Juni 2014 at 19:51  Comments (1)  
Tags: , , ,