Gänseblümchenuniversum

Lange ist es her, dass ich hier in meinem Blog etwas geschrieben oder auch gezeigt habe. Das hatte einen guten Grund, denn in den letzten Monaten arbeitete ich an der Verwirklichung eines meiner ältesten Kindheitsträume: Mein eigenes von mir geschriebenes und illustriertes Buch. Drängender wurde der Wunsch, als ich am Ende des letzten Jahres als Folge meiner ersten Veröffentlichung eines meiner Märchen in der Märchenanthologie „Joshuas Märchenreich“ mit verschiedenen Autoren ins Gespräch kam. Vor allem der Kinderbuchautor John Barns ermutigte mich und bat mich darum, doch eine meiner kleinen Geschichten mal als Leseprobe an seinen Verlag senden zu dürfen. Ich stimmte zu, ganz ohne Erwartungen und dem Wissen, dass es nicht schaden könne, einmal zu sehen, wo man steht und vielleicht auch, um konstruktive Kritik zu erfahren. Das war dann wohl der berühmte Stein des Anstoßes. Bereits zwei Wochenspäter erhielt ich die Rückmeldung des DeBehr – Verlages, dass sie verzaubert seien und das ganze Manuskript haben wollten. Das gab es aber zu jenem Zeitpunkt nur in meinem Kopf, musste also so nebenbei zu Papier gebracht werden. Gesagt, getan …. neben meiner Arbeit als Lehrerin, deren Zeit sich gerade auch dadurch, dass ich eine Abschlussklasse zu unterrichten hatte und entsprechend reichlich mit Korrekturen beschäftigt war, nutzte ich jede freie Minute, um zu schreiben und mein „Gänseblümchenuniversum“ (Das ist eine Wortschöpfung meiner Tochter.) zu errichten. Beim Schreiben fiel mir auf, dass ich immer Bilder im Kopf hatte, die mich von einer Episode zur anderen führten. Und so hätte ich es nicht ertragen, wenn ein mir unbekannter Mensch die Illustrationen angefertigt hätte. Also griff ich zu meinen Farbstiften und zeichnete, zeichnete, zeichnete. Alles wurde vom Vertrag wohlwollend angenommen und nun ist das letzte Wort geschrieben, der letzte Strich gezeichnet und mir bleibt nur noch abzuwarten, wann das Buch in den Regalen stehen wird.

Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

Mehr Informationen und die Möglichkeit zu einem Dialog mit dem Drachenmädchen Gänseblümchen erhaltet ihr auch hier bei Facebook.

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„Joshuas Märchenreich“ und mein Weg zu einer Erstveröffentlichung

Seit wenigen Tagen darf ich mich nun Autorin nennen. Vor einigen Monaten erreichte mich eine Ausschreibung. Gesucht wurden Märchen jeglicher Art für eine Märchenanthologie zu Gunsten des Kinder- und Jugendhospizes „Joshua“ in Wilhelmshaven. Und sofort hatte ich mein Elfenmärchen „Tani sucht einen Freund“ zur Hand … das erste Märchen, das ich einmal verfaste und das mir besonders am Herzen liegt. Ich sendete es ein und dachte mir: ‚Versuchen kann ich es ja mal.‘ Wenig später wurde ich von Andreas Chiduck, Autor und Initiator dieser Aktion, in eine speziell dafür eingerichtete Facebookgruppe eingeladen. Facebook …. naja, dort in meinem Beruf gelistet zu sein war bisher nicht mein Bestreben. Aber dazu gehören wollte ich auch. Außerdem bot sich mir dadurch die Möglichkeit, mich auch als Künstlerin bekannt zu machen …. Eigenwerbung – ihr versteht. Und so gewährte man mir Zutritt zu einer Gruppe von Autorinnen und Autoren, deren Zahl mit zunehmenden Einsendungen ansteigen sollte, vorerst. Und dann war da ich mit meinem Märchen, hatte noch nie etwas veröffentlicht. Naja, dachte ich mir, ich habe es wenigstens versucht. Dann kam die Zeit der Ungewissheit. Aus jeder Menge Einsendungen musste nun eine gesunde Auswahl getroffen werden. Wie groß war meine Freude, als auch meine Tani auf der Auswahlliste erschien. Ich konnte es kaum fassen. Über mehrere Wochen lief dieses Verfahren und jeder freute sich mit denen mit, die in der Liste erschienen. Ich muss gestehen, es war eine spannende Zeit. Aber was wären Märchen ohne entsprechende Illustrationen. Wie stolz war ich, dass auch hier meine Tani eine derjenigen war, die sich auf einem zauberhaften Bild wiederfand. Parallel dazu gingen die Märchen durch das Lektorat. Es war spannend zu verfolgen, was alles auch an organisatorischer Leistung erbracht werden musste, bis das Buch in seiner Endfassung vom MASOU-Verlag fūr den Verkauf freigegeben wurde. Und nun ist es in den gängigen Buchhandlungen zu bekommen sowie bestellbar bei den verschiedensten Buchanbietern im Internet. Ich kann nur Werbung dafür machen, denn jeder Cent geht an das Kinder- und Jugendhospiz „Joshua“ Wilhelmshaven, kommt also den Menschenkindern zugute, deren kurze Lebenszeit begrenzt ist. 

Published in: on 10. Dezember 2016 at 18:32  Schreibe einen Kommentar  
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Dangles, die Diva, Weihnachten und eine Wunscherfüllung

Schon seit einiger Zeit hatte ich bei Amazon das Büchlein „Zenspirations Dangle Designs“ von Joanne Fink auf meinem Wunschzettel. Nun endlich kaufte ich mir dieses Heft mit den zauberhaften Dangles, die auch auf der Homepage der Autorin zu finden sind und mich schon sehr lange reizten.

DangleDesigns

Natürlich musste ich das gleich ausprobieren, ließ mich inspirieren und brachte eigene kleine weihnachtliche Elemente mit ins Spiel. So entstand ein erstes Weihnachtsdangle im klassischen A4-Format. Kleiner hätte das Bild auch nicht sein dürfen, denn durch die Masse an kleinen Bildelementen, die ja auch noch farbig gestaltet werden wollten, entstand eine schöne Dichte.

©SimoneBischoff_Weihnachtsdangle1_11122013

Nur die schwarzen Linien auf dem weißen Papier befriedigten mich noch nicht zu 100%, sie konnten eigentlich nur die Basis bilden für eine Farbgestaltung in den klassischen Weihnachtsfarben rot, grün und gold. So nahm ich meine Filzstifte und einen Goldstift und gestaltete dieses Weihnachtsdangle farbig, wobei ich einzelne Flächen aussparte, um dem Ganzen eine gewisse Leichtigkeit zu verleihen. Außerdem setzte ich mich beim Ausmalen noch einmal mit den bereits vorhandenen Linien und Flächen auseinander und füllte Lücken mit Mustern oder fügte nachträglich noch Kleinigkeiten hinzu. Schade ist nur, dass beim Ausmalen mit den Filzstiften vor allem bei den grünen Flächen die Strichführung zu erkennen ist.

©SimoneBischoff_Weihnachtsdangle2_11122013

Diese Weihnachtsdangle-Idee griff ich auf und nutzte sie für meinen vorweihnachtlichen Kunstunterricht sowohl in kleineren, als auch in einer 10. Klasse, natürlich mit einem differenzierten Qualitätsanspruch. Spaß macht es allen und vor allem bereitet es Freude, mit diesen einfachen Elementen etwas so zauberhaftes zu Papier zu bekommen. Selbst Kinder, denen es schwerfällt, sich künstlerisch mit einer Thematik produktiv auseinanderzusetzen, ist es so gelungen, Erfolge zu verbuchen.

Am Ende stellte ich fest, dass dieses Bild wunderbar zur letzten Wochenaufgabe diesen Jahres der Diva passt: „Merry Happy“.

„Zentangle® – Kreativität und Entspannung beim Zeichnen“

Seit Anfang März gibt es auf dem Buchmarkt nun endlich das erste deutschsprachige Buch über diese wunderbar entspannende Zeichentechnik, gemeinhin von den Amerikanern als Zentangle® benannt. Der Titel der Originalausgabe von Kass Hall, einer australischen Kunstlehrerin und Künstlerin, „Zentangle Untangled – Inspiration and Prompts for Meditative Drawings“ erschien 2012 und ist in seiner Übersetzung „Zentangle® – Kreativität und Entspannung beim Zeichnen“ durch den frechverlag GmbH Stuttgart auch für den deutschsprachigen Interessenten zu bekommen.

Das Äußere des Buches spricht den Betrachter sofort an. Kleine quadratische Zeichnungen mit unterschiedlichen Mustern in schwarz-weiß oder in farbiger Gestaltung verleiten dazu das Buch aufzuschlagen und zu stöbern. Angefüllt mit einer Menge Abbildungen verführt es, selbst zu Stift und Papier zu greifen und auszuprobieren, was hier gezeigt wird. So findet man 12 detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen für das Zeichnen erster Muster, eine kleine Einführung sowohl in das Schattieren und in die farbige Gestaltung der Zeichnungen, einen Exkurs in die Welt der Materialien und jede Menge Anregungen für die Anwendung oder auch Weiterverwendung der Musterzeichnungen und deren digitale Verarbeitung. Es macht Spaß, durch das Buch zu blättern und man bleibt beim Betrachten der Bilder an den kurzen Texten hängen, die zum einen in Ansätzen das Wesen meditativen Zeichnens erklären, anleiten oder dem Einsteiger in die Musterkritzelei wichtige Tipps und Hinweise geben. Und so ganz nebenbei erfährt man Interessantes über die Autorin, die immer wieder eigene Erfahrungen in ihre Texte einfließen lässt und damit dem Buch einen ganz persönlichen Charakter verleiht.

Insgesamt ist dieses Buch gut geeignet für den Einsteiger in diese Technik, macht neugierig und liefert einiges an Inspirationen. Jedoch lässt es den Anfänger etwas ratlos sein, der mit den Worten „Fangen Sie einfach an“  allein gelassen wird. Diese Art des meditativen Zeichnens ist eben mehr als nur das Kritzeln von Mustern. Es fehlen zum Beispiel als wichtigem Bestandteil die Linien, die eine Fläche teilen und gliedern und damit demjenigen, der sich dieser schönen Technik widmet, eine kleine Orientierung auf dem Papier gibt und die Angst vor dem weißen Blatt nimmt. Bei all der Mustervielfalt, die  möglich ist, kann die vorhandene Musterauswahl nicht wirklich befriedigen. Ebenfalls befremdet etwas das vorgeschlagene Materialangebot, welches sich eher auf den amerikanischen Markt bezieht und zum größten Teil außer Acht lässt, dass es hier in Deutschland qualitativ wirklich hochwertige Stifte, Farben, Papiere und Hilfsmittel gibt.

Nichtsdestotrotz kann ich dem interessierten Anfänger dieses Buch ans Herz legen. Es macht neugierig und setzt Impulse. Wenn man jedoch diese Entspannungstechnik des meditativen Zeichnens vertiefen möchte, wird man auf weiterführende Literatur und/oder diverse Seiten im Internet, von denen im Anhang des Buches einige zu finden sind, zurückgreifen müssen.

 

Published in: on 26. April 2013 at 15:42  Comments (2)  
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