Molygon und eine Geburtstagskarte

Vor einer Woche schaute ich wieder einmal bei Laura Harms hier vorbei, um zu sehen, welche wöchentliche Aufgabe sie stellte. Ich mag die Aufgaben, in denen man neue Muster ausprobiert und so sollte es also sein, dass das Muster Molygon verwendet werden sollte. Es ist ein verspieltes Muster mit ganz vielen Möglichkeiten. Aber immer wieder erinnern mich die kleinen bohnenförmigen Flächen, gerade wenn man sie farbig gestaltet, an kleine bunte Bonbons. Meine beiden Varianten sind in den beiden folgenden Bildern (12×12 cm) zu sehen.

©SB_Molygon_05022016

©SB_Molygon_08022016

Aber nicht nur diese Bilder sind entstanden. So hatte in der letzten Woche eine liebe Freundin Geburtstag. Und wie es sich gehört, gab es neben dem Geschenk natürkich auch eine Geburtstagskarte. Ich weiß gar nicht, wann ich zum letzten Mal eine Karte gekauft habe – ich gestalte sie grundsätzlich selbst.

©SB_Geburtstagskarte_02022016

Titelbild meines neuen Zeichenbüchleins

©SimoneBischoff_SkizzenbuchTitel_30012016

Auch wenn man lange hier nichts von mir liest, heißt das nicht, dass ich meine Stifte kalt werden lasse oder ich nicht mehr zeichne. Das ist etwas, was mir inzwischen zu einem Bedürfnis geworden ist. Vor einigen Monaten ließen ein Kollege und ich für unsere Schüler Skizzenbücher binden, in denen das Papier etwas strapazierfähiger ist, als in den Billigbüchlein, die man für gewöhnlich zu kaufen bekommt. Gedacht sind sie als Künstlerische Tagebücher, in denen die Kinder alles sammeln, was für sie künstlerisch irgendwie von Belang ist. Da ich vorab mich von der Qualität überzeugen konnte, ich positiv überrascht war von der Struktur bzw. Glätte des Zeichenpapiers, bestellte ich mir gleich einige Exemplare mehr. Der Vorteil dieser Bücher ist, dass die Titelseite in jungfräulichem Weiß erstrahlt und durch eine Klarsichtfolie vor Beschädigungen oder Verunreinigungen geschützt ist. Also machte ich mich ans Werk und gestaltete das Deckblatt. In der nächsten Zeit werde ich dann immer einmal kleine Kritzeleien zeigen, die ich hier festgehalten habe.

Den Anfang mache ich mit zwei Zeichnungen, bei denen ich einen ähnlichen Aufbau wählte, aber einmal ausloten wollte, wie sich die Formatwahl auswirkt. Das Quadrat  bietet die Option, dass man die Zeichnung wirklich aus allen Richtungen betrachten kann. Man entscheidet nicht sofort spontan, was ist oben und was ist unten. Bei der zweiten Zeichnung war es bereits bei der Anlage der Basislinien (Strings) irgendwie so, dass ich das Gefühl bekam, mich entscheiden zu müssen – Hoch- oder Querformat. Und auch nach Vollendung änderte sich das nicht. Sicher kann man auch ein solches Rechteck drehen und aus allen Richtungen betrachten. Doch unsere tief sitzenden Sehgewohnheiten verlangen wahrscheinlich nach einer entsprechenden Entscheidung. Die gängigen DIN-Normen für Papierformate fordern regelrecht auf, eine solche Entscheidung zu treffen. Entspannender ist es demzufolge, ein Format zu wählen, das uns keinerlei Gerichtetheit der Betrachtung abverlangt und somit verhindert, dass wir uns schon Gedanken machen müssen um das Aussehen des Bildes, noch ehe man überhaupt begonnen hat zu zeichnen. Infrage kommen entsprechend nur das Quadrat oder der Kreis. Zeichnen und dabei sich zentrieren, sich entspannen und einmal frei sein von jeglichem Entscheidungszwang – das ist es, was das Musterzeichnen so meditativ werden lässt.

©SimoneBischoff_Skizzenbuch_oT01_30012016

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Kleine Geschenke ….

…. erhalten die Freundschaft. Große auch.

In den letzten Tagen durfte ich die Gastfreundschaft einer meiner liebsten Freundinnen im Schwarzwald genießen. Und wie es so üblich ist, habe ich ihr natürlich ein Gastgeschenk mitgebracht, eines, das sie so nicht zu kaufen bekommt. Ich hatte noch einen Caffee-To-Go-Becher in der Originalverpackung liegen, bei dem man das Design selbst festlegen konnte, indem man zwischen die äußere durchsichtige und die innere Becherwand ein Bild einfügen konnte. So habe ich die beigefügte Schablone verwendet, um diesen Becher für meine Freundin zu gestalten.

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Die Tage bei ihr waren wirklich bezaubern. Viel Natur, viel Wasser und doch auch Städtetouren, die mein Bedürfnis nach Kultur befriedigten, sorgten dafür, dass ich wirklich einmal entspannen konnte. Und so habe ich für die beiden in den freien Minuten oft draußen gesessen und an einem Sommerbild gezeichnet in der Größe 44 x 57 cm. Auch dieses Bild machte ich den beiden zum Geschenk, das dankbar angenommen wurde.

Besonders reizvoll an dieser Grafik ist die Mustervielfalt, die ich erbringen musste, um all die Bänder und Bordüren zu füllen. Bei dieser Menge war das schon eine ordentliche Herausforderung. Die floralen Formen und Federn geben dem Bild Leichtigkeit und durchbrechen die Starre der Musterstreifen.

Sommer - Gesamtansicht

Sommer – Gesamtansicht

Detail 1

Detail 1

Detail 2

Detail 2

Detail 3

Detail 3

Published in: on 24. Juli 2015 at 11:58  Comments (8)  
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Des Lebens Prioritäten

Manchmal ist es notwendig, dass das, was man doch so gern macht, zurückstehen muss. Diese Lektion musste ich wieder einmal in den letzten Wochen lernen. Eine schwere Erkrankung meines Partners forderte unser beider Kraft und damit war der Kopf einfach nicht frei für künstlerisches Tun in dem Umfang, wie ich es bisher gehandhabt habe. Auch in den kommenden Wochen wird sich daran nicht viel ändern. Ich bitte daher um Nachsicht bei all meinen treuen Lesern. Nichtsdestotrotz entstehen doch kleine Zeichnungen – so ganz kann ich es eben nicht lassen, zumal ich durch das neue Schuljahr auch vieles ausprobiere, was ich dann für den Unterricht nutze.

Am 26. September stellte Linda Farmer auf ihrer Seite meine sechs Linienspiel-Lektionen vor und verlinkte diese mit meiner Kunstkramkiste. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Linda und an alle, die mir ein so sehr positives Feedback gegeben haben. Durch diese Aktion und die 186. Wochenaufgabe der Diva, in der Herbstlaub genutzt werden sollte, um ganz neue Flächenteiler zu schaffen, kam ich auf die Idee, beides miteinander zu verknüpfen und für meinen Unterricht zu nutzen. Entstanden sind zwei Varianten.

1. Zuerst nahm ich ein etwas kleineres Ahornblatt und verwendete es auf einem A4-Zeichenblatt als Schablone.

2. Danach nutzte ich meine Linienspielregeln und füllte den leeren Raum um die Blätter herum mit Linien, die der Vorgabe durch die Umrisslinien des Laubblattes folgten.

3. Nun blieben die eigentlichen Blattformen übrig, die ich mit Mustern füllte. Danach kopierte ich dieses Bild, da ich für die Weitergestaltung zwei Varianten ins Auge gefasst hatte.

4. Variante 1: Ich schattierte die Blätter mit einem 4B-Bleistift und sorgte dadurch für eine Raumillusion.

     Variante 2: Aus meinen Polychromos-Farbstiften wählte ich jene aus, die den Herbstlaubfarben entsprachen und colorierte damit die Blätter.

(zum Vergrößern bitte anklicken)

 

Variante 1

Variante 1

Variante 2

Variante 2

Aber auch meine Ergebnisse für die 184. und 185. Wochenaufgabe der Diva möchte ich hier zeigen. 

Im Sommer leistete ich mir einmal einen Sepia-Pigmentliner 0,1 Pigma Micron. Ich mag den Sepia-Ton, der zwar braun, aber eben doch noch dunkel genug ist, um zum weißen Hintergrund einen schönen Kontrast zu bilden. Die 185. Challenge stand unter der Thematik “DuoTangle – Phicops vs DivaDance”, für welche ich zum einen das runde Format nutzte und zum anderen erstmals mit dem Sepia-Stift zeichnete.

©SimoneBischoff_Diva185_22092014

Und in der 184. Aufgabe sollte das Muster Ing verwendet werden, das einen sehr gebauten Charakter hat. Und da ich Gegensätze mag, habe ich es mit floralen Mustern kombiniert.

©SimoneBischoff_Diva184Ing_22092014

Blau Gemachtes, Kleines und eine Hochzeitskarte

Heute komme ich nun endlich dazu, meine letzten kleinen Zeichnungen hier einzustellen und euch zu zeigen. Ich habe ein wenig experimentiert, habe einfach auch wieder einmal eine kleine Kritzelei gemacht ohne den Anspruch, einer Challenge gerecht werden zu müssen und ich habe für eine junge Kollegin, die kommende Woche heiraten wird, eine Karte mit kalligraphischem Charakter gestaltet.

Mein erstes Bild zeigt meine Variante zur 172. Wochenaufgabe der Diva, in der die Muster Mooka und Auraknot miteinander verknüpft werden sollten. Das Papier ist ein kleiner Rest eines sehr glatten Druckerpapiers (120 g/qm), auf dem ich die Grenzen meines 6B-Bleistiftes und des Papierwischers ausgelotet habe. So ganz zufrieden bin ich nicht, da der dunkle Hintergrund doch nicht so ganz gleichmäßig geraten ist:

©SimoneBischoff_MookaAuraknot_28062014

In der 173. Wochenaufgabe Redux, Remix, Revisit Your Comfort Tangle, die sowohl eine Rückbesinnung auf Altbewährtes, als auch das Gehen neuer Wege beinhaltete, habe ich meine Muster auf blauem Papier mit verschiedenen blauen Farbstiften (Faber Castell – Polychromos) und einem weißen Farbstift für die Lichtreflexe umgesetzt. 

©SimoneBischoff_Blaugemacht_28062014

In meiner dritten Kritzelei habe ich einfach ganz spontan mit Mustern und der Fläche gespielt, ganz ohne nachzudenken, sodass der wunderbare Entspannungszustand doch wesentlich deutlicher spürbar war, als wenn ich eine Aufgabe zu erfüllen habe. Gezeichnet habe ich auf Bristol-Papier (160 g/qm), mein Lieblingspapier, denn es ist stabil, hat eine glatte Oberfläche, sodass der Pigmentliner darüber gleiten kann und auch das Schattieren in viel feineren Nuancen möglich ist, als auf strukturiertem Papier. 

©SimoneBischoff_oT_28062014

Und zum Schluss möchte ich euch eine Hochzeitskarte zeigen, die heute erst entstand. Verwendet habe ich für die Zeichnung Effektpapier, hochweiß und mit einem leicht metallischem Schimmer, den man durch das Scannen leider nicht mehr erkennen kann. ich wollte keine kitschigen Herzchen, Täubchen und Eheringbilder zeichnen. So habe ich auf dieses kalligraphische Motiv zurückgegriffen. Durch diese sehr, sehr glatte Oberfläche hatte allerdings die Pigmenttusche etwas Haftprobleme. Gerade bei dem Kragen und dem Dekolletee  musste ich mehrfach Tuscheschichten auftragen, um diese Schwärze zu erreichen. Am Ende habe ich dieses Bild auf zu einer Karte gefaltetem Strukturpapier aufgezogen. Nun können sich die Wünsche für eine lange und glückliche Ehe auf den Weg machen. (Zum Vergrößern die Bilder einfach anklicken.)

©SimoneBischoff_Hochzeit_29062014

 

Minimalistisches

Vor einiger Zeit kaufte ich in der Fotoabteilung einer Drogeriekette drei Schlüsselanhänger aus Metall, in die man kleine Bilchen einstecken kann. Der quadratische Anhänge hat eine Bildfläche von 3×3 cm, die beiden rechteckigen je 2×3 cm. Dafür kleine Kritzeleien zu gestalten, war Minimalismus pur und eine echte Herausforderung.

©SimoneBischoff_Anhaenger_22042014

Published in: on 22. April 2014 at 17:02  Comments (1)  
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Ostern 2014

Da ich mir in den kommenden Tagen eine Auszeit so ganz ohne Internet, Fernsehen und all dem hochtechnisierten Zeugs, das unser Leben prägt, nehmen werde, möchte ich an dieser Stelle all meinen treuen Lesern und Besuchern ein schönes Osterfest wünschen – natürlich nicht, ohne hier zu zeigen, was ich in diesem Jahr gezaubert habe.

Noch aus dem letzten Jahr hatte ich ausgepustete Gänseeier liegen, die ich nun zur Hand nahm, um sie zu gestalten und Menchen, die mir in Freundschaft verbunden sind, zu schenken. Zwar brauchte die Pigmenttusche ein wenig länger zum Trocknen und das Zeichnen auf der doch etwas rauen Oberfläche, die zudem auch noch gewölbt ist, gestaltete sich nicht ganz so einfach wie auf ebenem und glattem Papier. Doch ich denke, die Anstrengung hat sich gelohnt.

Außerdem entstand in diesem Jahr eine Osterkarte, die vielleicht gerade durch ihre Einfachheit besticht.Ich habe zwei Eierformen als Bildbegrenzung genommen, diese Ausgeschnitten, mit Spiralmustern gefüllt und schattiert und auf einer edlen Karte mit Metalliceffekt – leider sieht man das in de, gescannten Bild nicht – arrangiert und dort aufgeklebt. 

©SimoneBischoff_Ostern006_17042014

©SimoneBischoff_Ostern01_17042014

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Published in: on 17. April 2014 at 16:46  Comments (3)  
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Weihnachtsengel

Und wieder ist eine Weihnachtskarte im Stil meiner ersten entstanden. Gezeichnet als Gesamtbild mit einer rechten, geschwungenen Sternenborte, danach zerschnitten und versetzt auf eine goldfarbene, hochglänzende Blankokarte geklebt, lebt dieser Engel von dem Zusammenspiel der Graustufen und dem sparsam eingesetzten Rot, das mit dem Gold der Karte harmoniert. Für mich ist diese Karte mein ganz persönlicher Favorit, seit ich Karten in diesem Musterstil gestalte.

©SimoneBischoff_Karte02_17122013

Galeriekarte Ostern 2013

In unserem Farbstifteforum wurde wieder eine Kartentauschaktion angeregt, an der ich mich beteiligte. Ich sehe das dann immer als eine Herausforderung, mich an etwas Neuem auszuprobieren und den Empfänger wenigstens ein bisschen zu überraschen. Rikka, deren eigenen Anspruch ich anhand ihrer Bilder im Forum kenne, sollte also in diesem Jahr meine Osterkarte erhalten. Entstanden ist eine Galeriekarte, eine Karte im Pop-up-Stil, bei der die Elemente wie in einer Galerie angeordnet sind und die am schönsten zur Geltung kommt, wenn man sie aufstellt.

Bilder zum Betrachten bitte anklicken.

Mein eigener Kalender 2013

Endlich wurde er geliefert, endlich ist er da: Mein eigener Wandkalender 2013. Ich muss gestehen, ich bin schon ein wenig stolz auf das Ergebnis. Die eigenen Bilder auf hochwertigem Papier gedruckt zu sehen, ist ein ganz eigenes Gefühl. Es ist ein erster Versuch, sozusagen eine Generalprobe für eine größere Variante im nächsten Jahr. Dieser Wandkalender hat im aufgeklappten Zustand A3-Format. Das Kalendarium habe ich extra so ausgewählt, damit enthusiastische Mustersammler jeden Tag ein Muster zeichnen können oder aber dass genug Platz für eigene Notizen bleibt. Hier nun einige Ansichten meines Kalenders Zenspirationen 2013:

KalenderTitel

KalJanuar

KalMaerz

KalApril

KalJuli

KalOktober

Published in: on 12. Januar 2013 at 21:30  Comments (6)  
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