Farbenrausch – Teil 4

Auch heute möchte ich dem geneigten Leser und Betrachter weitere Farbrauschbilder zeigen. Um ehrlich zu sein, sind es diejenigen, die mir in ihrer Leichtigkeit und ihrer frühlingshaften Wirkung am liebsten sind. Mein absoluter Favorit ist das erste Bild. Die Farbtupfen bestimmten in ihrer Zufälligkeit die Anordnung der verschiedenen Blüten und der Blätter. Das zweite und dritte Bild nähern sich eher den Linienspielen an – etwas, was ich gelegentlich zur Entspannung noch immer gern zeichne. Linien haben eben immer wieder eine ganz besondere Ausdruckskraft.

©SimoneBischoff_oT10_Maerz2015

©SimoneBischoff_oT11_Maerz2015

©SimoneBischoff_oT12_Maerz2015

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Des Lebens Prioritäten

Manchmal ist es notwendig, dass das, was man doch so gern macht, zurückstehen muss. Diese Lektion musste ich wieder einmal in den letzten Wochen lernen. Eine schwere Erkrankung meines Partners forderte unser beider Kraft und damit war der Kopf einfach nicht frei für künstlerisches Tun in dem Umfang, wie ich es bisher gehandhabt habe. Auch in den kommenden Wochen wird sich daran nicht viel ändern. Ich bitte daher um Nachsicht bei all meinen treuen Lesern. Nichtsdestotrotz entstehen doch kleine Zeichnungen – so ganz kann ich es eben nicht lassen, zumal ich durch das neue Schuljahr auch vieles ausprobiere, was ich dann für den Unterricht nutze.

Am 26. September stellte Linda Farmer auf ihrer Seite meine sechs Linienspiel-Lektionen vor und verlinkte diese mit meiner Kunstkramkiste. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Linda und an alle, die mir ein so sehr positives Feedback gegeben haben. Durch diese Aktion und die 186. Wochenaufgabe der Diva, in der Herbstlaub genutzt werden sollte, um ganz neue Flächenteiler zu schaffen, kam ich auf die Idee, beides miteinander zu verknüpfen und für meinen Unterricht zu nutzen. Entstanden sind zwei Varianten.

1. Zuerst nahm ich ein etwas kleineres Ahornblatt und verwendete es auf einem A4-Zeichenblatt als Schablone.

2. Danach nutzte ich meine Linienspielregeln und füllte den leeren Raum um die Blätter herum mit Linien, die der Vorgabe durch die Umrisslinien des Laubblattes folgten.

3. Nun blieben die eigentlichen Blattformen übrig, die ich mit Mustern füllte. Danach kopierte ich dieses Bild, da ich für die Weitergestaltung zwei Varianten ins Auge gefasst hatte.

4. Variante 1: Ich schattierte die Blätter mit einem 4B-Bleistift und sorgte dadurch für eine Raumillusion.

     Variante 2: Aus meinen Polychromos-Farbstiften wählte ich jene aus, die den Herbstlaubfarben entsprachen und colorierte damit die Blätter.

(zum Vergrößern bitte anklicken)

 

Variante 1

Variante 1

Variante 2

Variante 2

Aber auch meine Ergebnisse für die 184. und 185. Wochenaufgabe der Diva möchte ich hier zeigen. 

Im Sommer leistete ich mir einmal einen Sepia-Pigmentliner 0,1 Pigma Micron. Ich mag den Sepia-Ton, der zwar braun, aber eben doch noch dunkel genug ist, um zum weißen Hintergrund einen schönen Kontrast zu bilden. Die 185. Challenge stand unter der Thematik „DuoTangle – Phicops vs DivaDance“, für welche ich zum einen das runde Format nutzte und zum anderen erstmals mit dem Sepia-Stift zeichnete.

©SimoneBischoff_Diva185_22092014

Und in der 184. Aufgabe sollte das Muster Ing verwendet werden, das einen sehr gebauten Charakter hat. Und da ich Gegensätze mag, habe ich es mit floralen Mustern kombiniert.

©SimoneBischoff_Diva184Ing_22092014

Kaffee

In der letzten Woche wurde die Wochenaufgabe nicht von der Diva gestellt, sondern von Amy. In ihrem Blog Tanglefish experimentierte sie mit Getränken. und genau das war die Aufgabe, die zu lösen war. nachdem ich vor einiger Zeit bereits schrieb, dass sich schwarzer Tee ganz wunderbar eignet, um Aquarellpapier zu grundieren, war also in dieser Woche Kaffee an der Reihe. Wie oft ist es einem doch schon passiert, dass man mit der Tasse, an der vielleicht ein kleiner Rest Kaffee herunterlief, Kaffeeflecke auf den Tisch oder sogar auf die Tischecke zauberte. Unschön, zumal Kaffeeflecken nicht wirklich gut aus Wäsche zu entfernen sind. Nun aber diese Widersprüchlichkeit der Aufgabe, aus eben einem solchen Fleck eine Musterkritzelei zu gestalten. Es musste nicht Kaffee sein, aber da ich bei den momentan hohen Temperaturen nur noch Wasser im Haus habe, blieb mir nur dieses anregende Getränk. Entstanden ist ein Bild, dass mich doch an meine Linienspielereien erinnerte. ich wollte den Fleck sichtbar lassen und so habe ich ihn wieder und wieder umrundet – etwas schwierig, da ich einen Rest strukturierten Aquarellpapiers verwendete. Aber ich finde, gerade diese Struktur verleiht dieser 17,5×12,5cm-Kritzelei einen ganz eigenen Reiz. 

Die Ausgangsform mit kleinen Spritzern

Die Ausgangsform mit kleinen Spritzern

gestaltete Kaffeeflecken

gestaltete Kaffeeflecken

 

Published in: on 20. Juli 2014 at 20:51  Comments (8)  
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Und noch einmal Challenges

Heute möchte ich auf zwei weitere Blogs aufmerksam machen, in denen man Challenges finden kann, die mit meditativem Zeichnen zu tun haben.  So hat Magda Aurora in ihrem Blog Aurora`s Droomwerelden die von mir vor einiges Zeit eingestellten Linienspieltutorials aufgegriffen und zu einer Aufgabe formuliert. Ein Dankeschön an dieser Stelle an Aurora und ein kleines Linienspiel gezeichnet mit meinem Rotring Rapidographen:

©SimoneBischoff_Linienverspieltes_27102013

Ein weiterer Blog mit Aufgaben in regelmäßigen Abständen meist mit keltischen Inspirationen, Anregungen, Anleitungen und Templates wird von Judy West (Creative Doodling with Judy West) gepflegt. Ihre letzte Aufgabe erschien bereits im August. In ihr sollte was auch immer gestapelt und mit Mustern gefüllt werden. Und so entstanden meine gestapelten Schnecken – ein richtiges Gute-Laune-Bild.  Gerade an den Stellen, wo ich schattierte, ist gut zu erkennen, dass ich strukturiertes Papier verwendete.

©SimoneBischoff_Stapelschnecken_27102013

 

Kleine Linienspielerei

Nur 11,5 x 11,5 cm groß ist diese kleine Linienspielerei, die ich hier heute zeige.  ich hatte noch einen Rest seidenmattes Fotopapier übrig, den ich einfach nicht wegwerfen konnte. Diese edle Oberfläche und das strahlende Weiß reizten mich, darauf mit meinem Rotring Rapidographen zu zeichnen. Entsprechend filigran sind die Linien und der Kontrast zwischen der hochweißen Oberfläche und dem Tiefschwarz der Tusche sehr kräftig. Allerdings gestaltete sich das Zeichnen sehr schwierig. Fotopapier besitzt eine Oberflächenbeschichtung, die durch die Metallspitze des Rapidographen immer wieder aufgekratzt wurde, sodass diese feine Kanüle entsprechend ständig verstopfte und von mir vorsichtig gereinigt werden musste. Die Erfahrung war es wert und so habe ich gelernt, das nächste Mal für einen solchen Zeichengrund doch wieder zu den bewährten Tuschestiften zu greifen oder Feder und Tusche zu verwenden.

©SimoneBischoff_Linienspielerei_09082013

Die 105. Wochenaufgabe der Diva – UMT „Dansk“

In jeder ersten Woche eines Monats erstellt die Diva eine Wochenaufgabe, in der ein Muster eines anderen „Kritzlers“ ausgewählt wird und dieses dann für die Kritzelaufgabe verwendet werden soll. In dieser Woche wurde das Muster Dansk von Margaret Bremner zur Verfügung gestellt. Ich bin zu zwei Lösungen gelangt, indem ich ähnlich wie beim Ausmalen eines Mandalas vorgegangen bin: einmal habe ich von Innen nach Außen und danach umgekehrt zur Mitte hin gezeichnet. Ein wenig schattiert und schon entstanden wieder schöne Raumillusionen. Ein wenig hat mich dieses Muster an meine Linienspieltutorials erinnert. Gezeichnet habe ich auf Bristol-Zeichenpapier mit einer leicht strukturierten Oberfläche.

Für eine weitere kleine Zeichenprobe habe ich noch einmal ein Template von Erin genutzt. Ich habe endlich auch einmal einen roten Pigmentstift edding 1800 profipen 0,1 im Handel bekommen und wollte seine Eigenschaften erproben. Zum Zeichnen war dieser Stift wunderbar geeignet ebenso wie sein schwarzer Bruder und ich kann ihn wirklich weiterempfehlen. Bei dieser kleinen Bicolorzeichnung habe ich ganz bewusst auf das Schattieren verzichtet, um den Farbkontrast besser zur Geltung zu bringen.

©SimoneBischoff_010Dansk08022013

©SimoneBischoff_011Dansk08022013

©SimoneBischoff_012ZendalaDare08022013

Kritzeln im Kreis – Erins Dare #8

Wieder ganz pünktlich stellte heute Erin ein neues Template in ihrem Blog zur Verfügung. Wie bereits die letzten beiden Wochen habe ich mich erst einmal für den Kreis mit dem Durchmesser von 11 cm entschieden und ihn mit schwarzem Pigmentstift von Staedtler 0,05 und 0,3 gestaltet. Und wie so oft hatte ich nicht eher Ruhe, bis ich dieses kleine Bildchen fertiggestellt hatte.

Erins Zendala – Dare #6

Sonne satt und ich habe Licht und Farben getankt. Das nun sommerliche Wetter lud regelrecht dazu ein, es sich mit Stiften und Papier auf dem balkon bequem zu machen und sich bei der dieswöchigen Vorlage von Erin zu entspannen. Das erste ist im Durchmesser 15 cm groß, das zweite, farbige 20 cm. Nachdem ich zuerst mit Grautönen spielte, war es mir ein Bedürfnis, farbig aus dem Vollen zu schöpfen. Aber so farbenfroh das hier auch aussehen mag, im Original strahlen und leuchten die Farben und ich bin selbst überrascht, was man aus einfach Buntstiften herausholen kann. Es ist schade, dass beim Scannen oft ganz viel von der Wirkung eines Originals verloren geht. Bei der zweiten Kreiskritzelei habe ich zuerst die Flächen mit meinen Buntsstiften ausgemalt, um sie dann mit Eco Pigmentlinern von Faber Castell zu gestalten.

Im Kreis

Im Moment spielt sich alles im Kreis ab, was ich zeichne. Vielleicht liegt es am Wunsch, sich zu zentrieren, vielleicht bin ich auch meiner alten Leidenschaft für Mandalas neu verfallen, vielleicht ist es aber auch einfach einmal schön, sich von Ecken und Kanten zu lösen, weil man das Gefühl hat, irgendwie ist endlich alles rund nach vielen Kämpfen und Durststrecken.

Meine erste Kreiskritzelei ist auch die größte und hat einen Durchmesser von 18 cm. Sie mutet fast ein wneig orientalisch an wie aus einem Märchen aus 1000 und einer Nacht. Gezeichnet habe ich mit Staedtler Pigment 0,05 und 0,1 sowie mit Bleistift 2B.

Meine zweite und dritte Kreiskritzelei ist ganz der Wochenaufgabe der Diva gewidmet, die uns in dieser Woche Brauntöne verordnete. Gezeichnet habe ich mit Sepia und schattiert mit einem dunkelbraunen und einem ockerfarbenen Buntstift. Bei der zweiten Zeichnung dieser beiden wollte ich eigentlich nur neue linienspielvarianten ausprobieren. Entstanden ist dieses blütenartige Gebilde.

Und zum Schluss zeige ich eine zweite Variante zu Erins neuestem Zendala-Template als Gegensatz zu dem ersten dieser Woche, bei dem ich eher auf Gitter aufgebaute Muster verwendete. Dieses wirkt leichter, luftiger, floral und nicht so kompakt.

Füllfederhalterexperimente und Erins Zendala-Challenge #5

Ich habe schon immer gern schön und mit dem Füller geschrieben. Gestern in einer meiner Korrekturpausen habe ich einen meiner alten Füllfederhalter ausgegraben, gesäubert und mit einer schwarzen Patrone gefüllt. Und immer, wenn ich drei bis vier Prüfungstexte gelesen hatte, habe ich zum Füller gegriffen und auf einem weißen A4-Zeichenblatt ein paar Linien gezeichnet. Erstaunlich, wie entspannend das war. Die Linie der Feder des Füllers ist natürlich nicht so zart, wie bei den Rapidographen oder meinen Pigmentstiften. Aber gerade bei einem Linienspiel entwickeln die etwas stärkeren Linien eine ganz eigene Wirkung.

Doch auch heute habe ich den ganzen Tag den Rotstift geschwungen und korrigiert. Manchmal macht es mich traurig, ja frustriert mich regelrecht, wenn die Jugendlichen so wenig Interesse an ihrer Muttersprache zeigen, ja kaum die Rechtschreibung und Grammatik beherrschen. Ganze Welten bleiben ihnen verborgen. Und Texte in einem syntaktisch und orthografisch-grammatikalisch schlechtem Zustand zu lesen, ist unglaublich anstrengend, zumal man ja versucht, möglichst viele richtige Inhalte herauszufiltern. Eine Wohltat ist es dann, wenn doch der ein oder andere lesbare und lesenswerte Text vor mir liegt.

Zur Entspannung zwischendurch habe ich zum neuen Zendala-Template von Erin gegriffen und zumindest die kleine quadratische Variante gestaltet.