Duotangle

In dieser Woche stellte Laura Harms alias Die Diva die Aufgabe, Nuster zu nutzen, deren Bezeichnung mit dem gleichen Buchstaben beginnen, wie der eigene Name. Besonders hilfreich ist dafür die Seite von Linda Farmer, die aus aller Herren Länder Zeichenanleitungen für Muster vereint, die inzwischen zu einer beachtlichen, alphabetisch geordneten Musterbibliothek angewachsen ist. Und so sind gestern und heute gleich zwei Musterkritzeleien entstanden. Für das erste verwendete ich die Muster Showgirl und Birds on a Wire auf Bristolpapier 160 g/qm. Ich zeichnete mit einem Copic-Pigmenttuschestift der Stärke 0,05 und meinen Polychromos-Farbstiften in den Farben Permanentgrün Oliv, Indanthrenblau und Purpurviolett. Am Ende nahm ich den weißen Farbstift und verwendete ihn als Weichzeichner, wodurch die Farben eindeutig an Leuchtkraft gewannen.

Für die zweite Zeichnung nutzte ich ebenfalls Auf Bristolpapier mit Eco Pigment Linern die Muster Summer Sitter und Borbz.

Außerdem möchte ich an dieser Stelle auf einen neuen Blog hinweisen. Meine Tochter Sarah scheint in meine Fußstapfen zu treten und hat ihren eigenen Blog Blue Spirit Arts eröffnet, bereits angefüllt mit ersten Grafiken und auch Musterzeichnungen in ihrem ganz eigenen Stil. Einen Klick ist es wirklich wert.

©SimoneBischoff_Diva178b_29072014

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Truffle by Caroline Broady – 177. Wochenaufgabe

Eine noch sehr junge Kritzelmeisterin namens Caroline Broady stellte in dieser Woche die Aufgabe für die Challenge der Diva. Sie entwickelte ein Muster namens Truffel, welches sie auf der Tapete eines Hotels fand und sich davon inspirieren ließ. Ich hatte noch einen kleinen 9×9 cm-Zuschnitt, den ich vor einiger Zeit einmal mt Aquarellfarben grundierte. Diesen nahm ich nun aus meiner “Papierschatzkiste” und zeichnete folgende kleine Musterkritzelei. Das Schattieren unterließ ich, um die Leuchtkraft der Farben nicht zu mildern.

©SimoneBischoff_Diva177_22072014

Published in: on 22. Juli 2014 at 14:32  Comments (14)  
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Kaffee

In der letzten Woche wurde die Wochenaufgabe nicht von der Diva gestellt, sondern von Amy. In ihrem Blog Tanglefish experimentierte sie mit Getränken. und genau das war die Aufgabe, die zu lösen war. nachdem ich vor einiger Zeit bereits schrieb, dass sich schwarzer Tee ganz wunderbar eignet, um Aquarellpapier zu grundieren, war also in dieser Woche Kaffee an der Reihe. Wie oft ist es einem doch schon passiert, dass man mit der Tasse, an der vielleicht ein kleiner Rest Kaffee herunterlief, Kaffeeflecke auf den Tisch oder sogar auf die Tischecke zauberte. Unschön, zumal Kaffeeflecken nicht wirklich gut aus Wäsche zu entfernen sind. Nun aber diese Widersprüchlichkeit der Aufgabe, aus eben einem solchen Fleck eine Musterkritzelei zu gestalten. Es musste nicht Kaffee sein, aber da ich bei den momentan hohen Temperaturen nur noch Wasser im Haus habe, blieb mir nur dieses anregende Getränk. Entstanden ist ein Bild, dass mich doch an meine Linienspielereien erinnerte. ich wollte den Fleck sichtbar lassen und so habe ich ihn wieder und wieder umrundet – etwas schwierig, da ich einen Rest strukturierten Aquarellpapiers verwendete. Aber ich finde, gerade diese Struktur verleiht dieser 17,5×12,5cm-Kritzelei einen ganz eigenen Reiz. 

Die Ausgangsform mit kleinen Spritzern

Die Ausgangsform mit kleinen Spritzern

gestaltete Kaffeeflecken

gestaltete Kaffeeflecken

 

Published in: on 20. Juli 2014 at 20:51  Comments (8)  
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Neues Muster: JASMIN

In dieser Woche erhielt ich in meinem letzten Beitrag einen schönen Kommentar von Anne, die den Blog Heilzeichnen führt. Dort gab sie den Hinweis, man möge in einer Suchmaschine einfach einmal nach portugiesischen Fließen suchen. Was ich fand, begeisterte und inspirierte mich gleichermaßen. So fand ich ein Fliesenmuster, das einmal nicht von der quadratischen Grundform eines Gittermusters ausging, sondern von einem schmalen Rechteck. Die unkomplizierte Linienführung, die Möglichkeit zu variieren und zur farbigen Gestaltung brachte mich dazu, dieses Muster hier für meinen geneigten Blogbesucher aufzuarbeiten und auszuprobieren. 

©SimoneBischoff_MusterJASMIN_13072014

©SimoneBischoff_JASMIN1_13072014

Hier als flächenfüllendes Muster …

©SimoneBischoff_JASMIN2_13072014

… und hier als Musterkante. Schattiert habe ich nicht mit Grafit, sondern mit dem silbernen Farbstift von Lamy, der wunderbar weich zu zeichnen und mit dem Estompen zu verwischen war. 

©SimoneBischoff_JASMIN3_13072014

Weitere Mustervariationen – es gibt so viele Möglichkeiten.

 

Challenge 175 CRUX

Ferien, endlich. Erfahrungsgemäß brauche ich einige tage, um ganz von all dem Schultrubel abzuschalten und mich ganz auf die plötzlich vorhandene viele freie Zeit einzustellen. Noch bin ich dabei, meine Schulsachen auszusortieren und wegzuräumen. Doch ich habe endlich auch wieder Zeit, mich meinen Stiften zu widmen und tatsächlich an einem Bild “dranzubleiben”. Als kleine Lockerungsübung kam mir daher die dieswöchige Challenge von Laura Harms (Die Diva) gelegen. Das Muster Crux von Henrike Bratz sollte in einem Monotangle verwendet werden – eine schöne Übung, um mal wieder mit den unterschiedlichen Variationsmöglichkeiten nur eines Basismusters zu spielen. 

©SimoneBischoff_Diva175Crux_09072014

Sugar Skulls

Auf der Suche nach Inspirationen und neuen Ideen für den Kunstunterricht stieß ich in den Weiten des www auf den Begriff der Sugar Skulls, zum teil farbenfroh gestaltete Totenköpfe, die alles andere als leblos aussehen. In der Kunst findet man zum Beispiel in den Vanitasstillleben Totenköpfe als Zeichen für die Vergänglichkeit, als Kontrast zum Leben, der allein durch sein Vorhandensein den Blick auf das lebendige selbst fokussiert. Mir hat diese Idee gefallen und so habe ich eine Schädelzeichnung angefertigt, diese kopiert und meinen Schülern in den letzten Stunden dieses Schuljahres zur freien Gestaltung – egal ob schwarz-weiß oder farbig – zur Verfügung gestellt. Egal welche Altersgruppe, die Idee wurde mit Begeisterung aufgenommen, sodass ich jetzt so viele Sugar Skulls habe, dass ich sie zu Beginn des kommenden Schuljahres in meinem Klassenraum als Bilderteppich ausstellen werde. Meine Schüler kennen mich so, dass ich oft mit ihnen mitmache. Das ermutigt sie und oft schauen sie sich kleine Handgriffe bei mir ab, etwas, was sich mit Worten oft nur schwer fassen lässt. Und so ist auch mein Sugar Skull auf einem A4-Blatt mit nicht ganz so guter und gewohnt edler Qualität entstanden. 

©SimoneBischoff_SugarSkull_04072014

Blau Gemachtes, Kleines und eine Hochzeitskarte

Heute komme ich nun endlich dazu, meine letzten kleinen Zeichnungen hier einzustellen und euch zu zeigen. Ich habe ein wenig experimentiert, habe einfach auch wieder einmal eine kleine Kritzelei gemacht ohne den Anspruch, einer Challenge gerecht werden zu müssen und ich habe für eine junge Kollegin, die kommende Woche heiraten wird, eine Karte mit kalligraphischem Charakter gestaltet.

Mein erstes Bild zeigt meine Variante zur 172. Wochenaufgabe der Diva, in der die Muster Mooka und Auraknot miteinander verknüpft werden sollten. Das Papier ist ein kleiner Rest eines sehr glatten Druckerpapiers (120 g/qm), auf dem ich die Grenzen meines 6B-Bleistiftes und des Papierwischers ausgelotet habe. So ganz zufrieden bin ich nicht, da der dunkle Hintergrund doch nicht so ganz gleichmäßig geraten ist:

©SimoneBischoff_MookaAuraknot_28062014

In der 173. Wochenaufgabe Redux, Remix, Revisit Your Comfort Tangle, die sowohl eine Rückbesinnung auf Altbewährtes, als auch das Gehen neuer Wege beinhaltete, habe ich meine Muster auf blauem Papier mit verschiedenen blauen Farbstiften (Faber Castell – Polychromos) und einem weißen Farbstift für die Lichtreflexe umgesetzt. 

©SimoneBischoff_Blaugemacht_28062014

In meiner dritten Kritzelei habe ich einfach ganz spontan mit Mustern und der Fläche gespielt, ganz ohne nachzudenken, sodass der wunderbare Entspannungszustand doch wesentlich deutlicher spürbar war, als wenn ich eine Aufgabe zu erfüllen habe. Gezeichnet habe ich auf Bristol-Papier (160 g/qm), mein Lieblingspapier, denn es ist stabil, hat eine glatte Oberfläche, sodass der Pigmentliner darüber gleiten kann und auch das Schattieren in viel feineren Nuancen möglich ist, als auf strukturiertem Papier. 

©SimoneBischoff_oT_28062014

Und zum Schluss möchte ich euch eine Hochzeitskarte zeigen, die heute erst entstand. Verwendet habe ich für die Zeichnung Effektpapier, hochweiß und mit einem leicht metallischem Schimmer, den man durch das Scannen leider nicht mehr erkennen kann. ich wollte keine kitschigen Herzchen, Täubchen und Eheringbilder zeichnen. So habe ich auf dieses kalligraphische Motiv zurückgegriffen. Durch diese sehr, sehr glatte Oberfläche hatte allerdings die Pigmenttusche etwas Haftprobleme. Gerade bei dem Kragen und dem Dekolletee  musste ich mehrfach Tuscheschichten auftragen, um diese Schwärze zu erreichen. Am Ende habe ich dieses Bild auf zu einer Karte gefaltetem Strukturpapier aufgezogen. Nun können sich die Wünsche für eine lange und glückliche Ehe auf den Weg machen. (Zum Vergrößern die Bilder einfach anklicken.)

©SimoneBischoff_Hochzeit_29062014

 

Erins Zendala Dare 94 – HAPPY

Nach langer Pause, die der Ausbildung geschuldet war, ist nun Erin mit ihren Zendala-Vorlagen wieder aufgetaucht. Sie selbst fühlt sich glücklich, allesgut geschafft zu haben und ihren treuen Bloglesern wieder die Möglichkeit bieten zu können, ihre Templates herunterzuladen und zu gestalten. Aus diesem Grund sollten in diesem Zendala aus den registrierten Mustern diejenigen herausgesucht werden, die zusammen das Wort HAPPY bilden. Ich habe verwendet:

H eartline

A ngel Fish

P urk

P epper

Y ew – Dee

Schön, dass du wieder da bist, Erin.

©SimoneBischoff_ZD94Happy_15062014

Orkan “Ela”

Pfingstmontag, es ist 20.35 Uhr. Wir wollten es uns eben ein wenig gemütlich machen und den heißen Tag in Ruhe ausklingen lassen, als der Strom ausfiel. Zuerst schauten wir natürlich nach den Sicherungen, aber ein kleiner Tumult im Treppenhaus zeigte uns, dass auch die anderen Hausbewohner betroffen waren – und nicht nur die. Ein ganzes Viertel stand ohne Strom da und selbst die Straßenbeleuchtung versagte. Also beschlossen wir, aus der Not eine Tugend zu machen und richteten uns auf unserem Balkon, den ich eben frisch mit Blumen in allen Farben bepflanzt hatte, mit einem Gläschen Wein ein. Bei Tagestemperaturen über 30 Grad und einer drückenden Schwüle war es noch immer sehr warm, aber zumindest brannte die Sonne nicht mehr auf uns herab. Kaum saßen wir, beobachteten wir am Himmel ein Schauspiel, welches ich so noch nie gesehen hatte. Wie eine riesige Welle schoben sich schichtweise Wolken übereinander. Es wurde innerhalb kürzester Zeit dunkel. Die Wolken nahmen eine eigenartig rotbraune Farbe an. Wir sicherten  unsere Balkonmöbel und schon begann ein Unwetter, dass das Leben hier in Essen im Zentrum des Ruhrgebietes verändern sollte. Es wurde stockdunkel und es begann zu regnen und zu stürmen. Blitze zuckten ohne Unterbrechung über den Himmel und es krachte und toste. Wir standen an der Balkontür und beobachteten das Schauspiel. Mitunter konnte man durch diesen Starkregen nur wenige Meter weit sehen und nur schemenhaft ausmachen, was wirklich geschah. Mit eigenen Augen mussten wir ansehen, wie eine wunderschöne, gesunde , alte Kastanie in nur wenigen Minuten durch die Wucht der Elemente in drei Teile gespalten und gefällt wurde. Dachziegel stürzten zu Boden. Die Fensterscheiben vibrierten und wir hatten wirklich Angst, dass sie eingedrückt werden. Unsere Balkontür wurde soweit nach innen gedrückt, dass das Wasser in die Wohnung lief. Über eine Stunde tobte das Unwetter. Es war beängstigend. Danach Stille. Die Menschen trafen sich auf der Straße. Bestandsaufnahme. Autos waren unter Ästen begraben und verbeult. Die Menschen geschockt.

SAM_1646

Wolkenformationen wie eine riesige Welle

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Beängstigend: Die Wolken hatten eine rotbraune Färbung, hier ansatzweise erkennbar

Am Morgen danach wurde für alle das Ausmaß dieses Orkans, der inzwischen den Namen “Ela” erhalten hat, sichtbar. Überall umgestürzte Bäume, zum Teil Autos, die darunter begraben wurden. Dachziegel auf den Straßen, die nicht mehr befahrbar waren. Dicke Äste, die nur noch an Fasern in den Bäumen hingen und noch immer eine Gefahr darstellen. Das gesamte öffentliche Leben lahmgelegt. Zugverkehr ist nicht möglich. U-Bahnen fuhren nur im unterirdischen Bereich. Die Straßen nicht befahrbar. Viele Schäden auch an den Gebäuden. Überall auch angeschwemmtes Laub und Schmutz. Viele Geschäfte konnten nicht öffnen, weil die Menschen keine Chance hatten, an ihren Arbeitsplatz zu gelangen. Kindergärten und Schulen blieben geschlossen, einige davon können erst kommende Woche wieder öffnen. Die Stadt setzt Prioritäten, sorgt sich erst einmal darum, dass das Verkehrsnetz wieder funktioniert, wenn auch mit Einschränkungen. Im Folgenden möchte ich einfach Bilder sprechen lassen vom Tag 1 nach dem Orkan:

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Heute dann, am Tag zwei nach “Ela”, schaute ich mich etwas genauer hier im Stadtviertel in unmittelbarer Nähe um. Was ich sah, hat sich tief in mein Gedächtnis eingegraben. Es sind Bilder, die ich wohl für lange Zeit nicht vergessen kann, Eindrücke auch, die mich mit Fassungslosigkeit erfüllen. Trotz der Warnungen der Medien, dass Spielplätze und Parkanlagen zu gefährlich wären, als dass sie betreten werden könnten, schob eine junge Mutter ihren Kinderwagen unter einer Absperrung durch, um den wohl kürzeren Weg durch den Park zu gehen. In eben diesem Park sah ich spielende Kinder direkt neben einem entwurzelten Baum ungeachtet der Gefahr. Für sie war das wohl ein riesiger Abenteuerspielplatz. Ich sah kleine Reihenhäuschen unter Bäumen begraben. Ein großer entwurzelter Baum stürzte auf einen eben errichteten Neubau eines Kindergartens. Ein alter Baum mit einem Stamm so dick, dass einer allein ihn nicht umarmen könnte – umgeknickt wie ein Streichholz. An manchen Stellen heute auch die ersten Spuren von Aufräumarbeiten, um Wege zu schaffen und die Straßen wieder frei zu bekommen. Aufgefallen ist mir, dass die Menschen miteinander ins Gespräch kamen. Überall wurde geholfen, weil Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und die Bundeswehr nicht alles schaffen können. In solchen Katastrophensituationen finden die Menschen zueinander und das ist gut so. Die Folgen dieses Orkans werden noch in Jahren zu sehen sein. Viele alte Bäume, die auch das Stadtbild prägten, werden mit Sicherheit vermisst werden. Ein Dank an dieser Stelle all jenen, die in harter, unerbittlicher Mühe  bis an die Grenzen ihrer Kräfte gehen, um möglichst bald dafür zu sorgen, dass eine gewisse Normalität in das öffentliche Leben wieder einkehren kann. 

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All die Bilder – sie sind Momentaufnahmen, Ausschnitte von dem, was ich gesehen habe. Ich selbst bin fassungslos, zutiefst berührt, spüre deutlich, wie klein doch der Mensch ist im Angesicht solcher Urgewalten.

Published in: on 12. Juni 2014 at 19:51  Comments (1)  
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Das Muster “Bugles” von Joyce Evan

In der 170. Wochenaufgabe von Laura Harms (Die Diva) sollte das Muster “Bugles” von Joyce Evan verwendet werden. Ich habe zwei Variationen zu Papier gebracht, eine davon auf einem kreisförmigen Blatt mit dem Durchmesser von 9 cm.  

©SimoneBischoff_Diva170a_02062014

 

©SimoneBischoff_Diva170b_02062014

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